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Störtebekers Gold „Der Fluch des Mauren“

Dienstag, 13. Juli 2010

Ein starkes Team der Spielleitung sorgt allabendlich für den perfekten Ablauf

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Die Spielleitung mit Verena Grunwald, Regisseur Holger Mahlich, Sybille Pape und Elisabeth Körömi (v.l.n.r.) gemeinsam mit der elfmonatigen Mischlingshündin „Joy“ am mystischen Brunnen von Granada. „Joy“ bedeutet Freude, sagt Sybille Pape, und Freude ist es für die drei Damen der Spielleitung auch, hier in Ralswiek dabei sein zu können. Foto: Pfaffe

Ralswiek (apf). Wenn Regisseur Holger Mahlich zur Premiere ruft, dann treten Sybille Pape, Verena Grünwald und Elisabeth Körömi auf den Plan. Das sympathische Dreierteam ist der „verlängerte Arm“ des Regisseurs – hinter der Bühne und auf dem Leitstand für den Einsatz der Koggen. Alle drei stehen, auch mit der Pyrotechnik, im Kontakt, denn der Spielfluss ist kein Automatismus. „Alles muss punktgenau passen. Zwar wurde in sechs Wochen alles immer wieder geprobt, doch die konkrete Situation an jedem Abend ist eben immer etwas anders“, so Elisabeth Körömi. Sie koordiniert die Schiffsbewegungen vom Leitstand aus. Wenn die Störtebeker Festspiele vorbei sind, kommt sie bis zur nächsten Saison ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Inspizientin, Regieassistentin oder Souffleuse an verschiedenen Theatern wie dem Hans Otto Theater Potsdam oder dem Schlosspark-Theater Berlin nach.

Verena Grünwald ist im Leben außerhalb der Festspiele in ralswiek selbständige Unternehmensberaterin für Projektmanagements in Wien. Doch seit nunmehr zehn Jahren zieht es sie von Mai bis September auf die Insel Rügen. Sie hat sich in die Insel und die Störtebeker Festspiele verliebt und empfindet ihre Zeit hier als Pendant zur Wiener Tätigkeit. „Die Kleindarsteller sind hier sehr selbständig und organisieren viele Bereiche schon selbst“, sagt sie, denn sie müssen während der Proben lernen, auf der Bühne allabendlich „alleine zu laufen“. Wenn das Stück läuft, dann ist es die Aufgabe der Spielleitung hinter der Bühne darauf zu achten, dass die Einsätze passen. Wann muss wer raus auf die Bühne, ist das richtige Kostüm angezogen und die richtigen Requisiten in der Hand … Verena Grünwald koordiniert die Einsätze von der Genua-Seite aus. „Die Darsteller sehen von hinten ja nicht viel. Deshalb ist es wichtig, dass wir sie leiten.“ Irgendwie sind die Damen der Spielleitung dabei auch „Verkehrsregler“, die darauf achten, dass sich beim Einsatz auf der Bühne niemand in die Quere kommt. Die Schauspielerin Sibylle Pape gehört schon seit 18 Jahren zum Team der Störtebeker Festspiele und spielt in diesem Jahr die Rollen der „Mutter“ und „Frau Casini“. Doch bei den Störtebeker Festspielen agiert sie nicht nur als Schauspielerin. Seit Jahren schon kümmert sie sich auch um die Spielleitung auf der Hinterbühne, in diesem Jahr auf der Seite von Granada, und organisiert die über 100 Kleindarsteller, die mit viel Freude jedes Jahr wieder dabei sind, und die für das ganze Theaterstück natürlich ganz wichtig sind. Eine nicht immer leichte Aufgabe für alle Beteiligten. Man hofft auf gutes Wetter und nimmt es dann wie es kommt … Das schweißt zusammen! Aber Sibylle Pape kennt es nicht anders. Ob bei Störtebeker oder anderswo am Theater – es ist alles Teamarbeit, da muss sich jeder auf den Anderen verlassen können. Sie sagt: „Wir üben das schon seit Jahren und ich denke, es gelingt uns auch!“ Dank Sibylle sogar ziemlich gut – so der Intendant. Das Dreierteam ist so in der Tat der „verlängerte Arm“ des Regisseurs und ein Garant dafür, dass allabendlich die Zuschauer des Theaterstückes auf der Naturbühne in Ralswiek ein klasse Erlebnis feiern können.

Autor und Regisseur – Holger Mahlich

Dienstag, 13. Juli 2010

Ein Mann haucht Störtebeker Leben ein und macht Geschichten lebendig

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Regisseur Holger Mahlich – er erfüllt den legendären Störtebeker und dessen Legenden ebenso mit Leben. Foto: Pfaffe

Seit 2003 gehört er zum Ensemble der Störtebeker Festspiele in Ralswiek: Holger Mahlich. Der studierte Schauspieler, Sprecher für Hörspiele und Synchronisation ist hier der Mann, der Klaus Störtebeker und seinen Geschichten im wahrsten Sinne des Wortes Leben einhaucht. Nicht nur, dass vor seinem geistigen Auge die Geschichten um die Vitalienbrüder (Likedeeler – Gleichteiler) entstehen, die er in Form des Buches zu Papier bringt, sondern auch als Regisseur setzt er seine schier unendliche Kreativität, seine Erfahrung und seine Liebe zu den Festspielen dafür ein, dass alljährlich die Gäste auf der Naturbühne in Ralswiek ein lange nachwirkendes Theater-Erlebnis genießen können.

Obwohl er außerhalb der Spielzeit als freischaffender Schauspieler und Synchronsprecher tätig ist und eben das Drehbuch für das Musical „Revolver im Klavier“ beendet hat, ist er beinahe das ganze Jahr über mit dem Geschehen der Störtebeker Festspiele beschäftigt. So war er im vergangenen Jahr nach Ende der Saison nach Granade gereist, um die Festung Alhambra und die historische Altstadt in Augenschein zu nehmen, da dieser Ort im diesjährigen zweiten Teil der Trilogie Störtebekers Gold eine wesentliche Rolle spielen sollte. „Dort kann man die Spuren des maurischen Granada noch gut erkennen und auch die Geschichte des diesjährigen Stückes, die sich um den Brunnen rankt, ist da entstanden und ich musste ja auch überlegen, was Störtebeker, Goedeke und Thomasius dort suchen sollten. Da bin ich auf den Heiligen Antonius gestoßen“, erzählt er.

Auf die Frage wie Störtebeker, der berühmte Pirat der Ost- und der Nordsee, nun im Mittelmeer kommt, hat der Regisseur sofort eine Antwort parat. „So unwahrscheinlich es auch klingt – es wäre möglich gewesen. Im ausgehenden 14. Jahrhundert gab es einen florierenden Handel zwischen Nordeuropa und den Mittelmeerstaaten. Die Handelsschiffe fuhren küstennah, von London nach Venedig oder zum Beispiel von Genua nach Brügge. Da wir wissen, dass die Vitalienbrüder auf jeden Fall bis Calais vorgedrungen sind, wäre es durchaus denkbar, dass sie den Handelsschiffen folgend, auch in das Mittelmeer segelten. Auf jeden Fall sind sie zwischen 1395 und 1397 weder in der Ost- noch in der Nordsee nachweisbar.“

Für Holger Mahlich ist die historische Vorlage letztlich Grundlage für spannende Geschichten. Er ist auch darauf gestoßen, dass Ende des 14. Jahrhunderts Italien von einer mächtige Bankenkrise betroffen war, so dass dieser Part im diesjährigen Stück, was das Bankhaus in genua betrifft, eher zufällig in das Buch gelangte, dennoch aber treffend in die Zeit passt.

„Die Zuschauer, die schon im letzten Jahr unsere Gäste waren, wissen, dass wir in unserer Trilogie die Störtebeker- mit der Templerlegende verknüpft haben und die Spur des Templerschatzes Störtebeker und seine Freunde nach Granada führt. Das maurische Granada war in der damaligen Zeit ein Hort der Kunst, Kultur und Toleranz der Wissenschaften. Dieses kleine Königreich im Süden der spanischen Halbinsel konnte noch fast 100 Jahre der christlichen Rückeroberung trotzen, ehe Granadas Ende auch das Schicksal des maurischen „al-Andalus“ besiegelte. Wir haben uns diese prekäre, historische Situation zu Nutze gemacht, um Ihnen eine weitere spannende Geschichte von Störtebekers Jagd nach dem Gold der Templer zu erzählen. Sicher hat unsere Geschichte so nicht statt gefunden – sie hat ihren Platz in der Phantasie, dem schönsten Ort für Abenteuer, Intrigen und der Liebe. Viel Vergnügen“, so der Meister der Inszenierung.

Nachdem die diesjährigen Festspiele begonnen haben und die Fernseh- und DVD-Aufnahmen abgeschlossen sind, hat sich Holger Mahlich nun eine kurze Auszeit gegönnt und sich in sein Haus am See am Stadtrand von Hamburg zurück gezogen. Verdient hat er sich das.

In der Zwischenzeit übernehmen die drei Damen der Spielleitung das Zepter des Handelns. Über dieses eingeschworene Trio lesen Sie in der nächsten Woche mehr.

Grandiose Premiere der Störtebeker Festspiele 2010

Dienstag, 13. Juli 2010

Auf der Suche nach dem verschollenen Schatz der Templer

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Majestätisch erhebt sich die Skulptur aus dem Sand gen Himmel. Störtebeker hat ein neues Rätsel gelöst. Foto: Pfaffe

Ralswiek (apf). Am Samstag vergangener Woche erlebten rund 8.000 Gäste auf der Naturbühne Ralswiek am Großen Jasmunder Bodden die Premiere des zweiten Teiles der Trilogie Störtebekers Gold „Der Fluch der Mauren“. Damit sind die Störtebeker Festspiele in ihre 18. Saison gestartet. Die Schönheit der Naturkulisse, das besondere Flair und die Anbindung an das Wasser machen den besonderen Reiz eines Festspielabends aus.

In diesem Jahr entführt Sie die Handlung in das südspanische Granada, wo Störtebeker und seine Kumpane weitere Informationen zum Auffinden des Templerschatzes finden. Auch in einem Bankhaus in Genua spielt die Handlung, die mit unzähligen Spezialeffekten gespickt ist und gesanglich von „Lippi“ in Szene gesetzt wird.

Bisher haben das wohl größte Open-Air Theater in Europa seit 1993 insgesamt 4.865.579 Besucher aus aller Welt besucht. Bis zum Start der diesjährigen Saison waren bereits rund 200.000 Eintrittskarten verkauft. Ein gutes Zeichen für die diesjährige Spielzeit und eine Anerkennung der Leistungen des Störtebeker Teams um Ruth, Peter und Anna-Theresa Hick. Selbst in Brasilien wurden in diesem Jahr unter www.stoertebeker.de Karten für eine Vorstellung online gebucht und auch bezahlt. Es steht wohl außer Zweifel, dass die Störtebeker Festspiele selbst eines der wichtigsten Marketinginstrumente der Insel Rügen geworden sind und für die Wirtschaft unseres Eilandes einen wesentlichen und kräftigenden Faktor darstellen. Denn hier stimmen Versprechen und tatsächliche Leistung – und dies wird alljährlich durch das Publikum mit Beifall und durch Mund-zu-Mund-Propaganda honoriert.

Auch in diesem Jahr dürfen Sie gespannt sein, was Klaus Störtebeker (Sascha Gluth), Goedeke Michels (Dietmar Lahaine) und Thomasius (Robert Glatzeder) auf ihrer abenteuerlichen Reise auf den Spuren des Templerschatzes erleben. Verwegene Kämpfe, Intrigen und Seeschlachten werden Sie in ihren Bann ziehen, aber auch die Liebelei zwischen Störtebeker und Maria (Claudia Gaebel) und das Geplänkel von Goedeke und der Schwarzen Krake (Martina Guse). Doch eines wird Sie ganz besonders begeistern: Das mystische Geschehen am Ende der Handlung, wenn sich ein rund zehn Meter großes Monument aus dem Sand des Marktes von Granada gen Himmel erhebt – und das Feuerwerk am Ende des Stückes, das den Abend gebührend beschließt …

Selbst wenn Sie den ersten Teil der Trilogie nicht gesehen haben, sollten Sie sich die diesjährige Geschichte nicht entgehen lassen, denn zu Beginn der Handlung werden Sie in das Geschehene durch die Sprecherin eingewiesen.

Störtebeker Festspiele 2010 starten kommende Woche

Dienstag, 13. Juli 2010

Störtebekers Gold „Der Fluch der Mauren“ hat bereits 190.000 Karten verkauft

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Auch in diesem Jahr verliert Klaus Störtebeker (Sascha Gluth) sein Herz – an Maria (Claudia Gaebel). Foto: Pfaffe

Ralswiek (apf). Die diesjährige Saison der Störtebeker Festspiele, dem wohl größte Open-Air Theater in Europa, steht in den Startlöchern. Am Samstag, 19. Juni, wird ab 20 Uhr die Premiere des zweiten Teils der Trilogie Störtebekers Gold, „Der Fluch des Mauren“, sicher für eine voll besetzte Naturbühne am Großen Jasmunder Bodden sorgen. „Vor 18 Jahren feierten wir hier unsere erste Premiere. Mit dem Stück „Wie einer Pirat wird“ kam nach 12 Jahren Dornröschenschlaf nach den Rügenfestspielen 1959 bis 61 und 1980/81 wieder Leben auf die Naturbühne Ralswiek“, blickt Intendant Peter Hick zurück. Seitdem wurde viel gearbeitet und investiert. Jede Spielzeit war und ist eine neue Herausforderung, denn oberste Priorität hat das Ziel, den Zuschauern anspruchsvolles Theater und erstklassige Bedingungen auf hohem Niveau zu bieten. „Unser diesjähriges Stück spielt 1396 in Granada und Genua“, erklärt der Autor der Legenden um Klaus Störtebeker und Regisseur Holger Mahlich.

Störtebeker, der berühmte Pirat der Ost- und der Nordsee, nun im Mittelmeer? „So unwahrscheinlich es auch klingt, es wäre möglich gewesen. Im ausgehenden 14. Jahrhundert gab es einen florierenden Handel zwischen Nordeuropa und den Mittelmeerstaaten. Die Handelsschiffe fuhren küstennah, von London nach Venedig oder zum Beispiel von Genua nach Brügge. Da wir wissen, dass die Vitalienbrüder auf jeden Fall bis Calais vorgedrungen sind, wäre es durchaus denkbar, dass sie den Handelsschiffen folgend, auch in das Mittelmeer segelten. Auf jeden Fall sind sie zwischen 1395 und 1397 weder in der Ost- noch in der Nordsee nachweisbar“, so Holger Mahlich.

Wie immer dem auch sei – die Störtebeker Festspiele 2010 werden Sie in eine ferne Zeit entführen, die in der heutigen durchaus Parallelen findet. Und wie immer wird am Ende der Vorstellung ein megagroßes Höhenfeuerwerk die Zuschauer verabschieden – bis zum nächsten Mal.

OSTSEE ANZEIGER – Der Rüganer wird Sie in den kommenden Wochen weiter zu den Festspielen informieren.

Karten für die Störtebeker Festspiele vom 19. Juni bis 4. September, täglich außer am Sonntag, erhalten Sie unter der Ticket-Hotline (03838) 31100, Fax (03838) 313192, an den Kassen auf dem Festspielgelände oder im Internet unter www.stoertebeker.de.

Der direkte Draht zur Piratentochter

Dienstag, 13. Juli 2010

Brandneue Internetpräsentation der Störtebeker Festspiele

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Die Adresse www.stoertebeker.de bleibt – der Webauftritt ist hingegen komplett neu gestaltet. Ein Besuch lohnt sich.

Ralswiek (apf). Auf 17 erfolgreiche Spielzeiten können die Störtebeker Festspiele bisher verweisen. Insgesamt 4.865.000 Besucher haben das Open-Air Theater am Großen Jasmunder Bodden in dieser Zeit besucht, um die Geschichten um die Legende Klaus Störtebeker zu erleben. Auch für das diesjährige Stück – Störtebekers Gold „Der Fluch des Mauren“ – sind die Weichen gestellt. Am 9. Mai starten in der Regie von Holger Mahlich die Proben, das neue Bühnenbild nimmt mehr und mehr Form an und der Bautrupp um Bauchef Klaus Tiedtke bemüht sich, die wunderschönen Entwürfe des bewährten Bühnenbildners Falk von Wangelin originalgetreu umzusetzen. Doch auch „hinter den Kulissen“ wird kräftig gewerkelt wie in der Schneiderei, wo die Nähmaschinen kaum zum Stillstand kommen, um die neuen Kostüme als Augenschmaus zu fertigen.

Von einem Ergebnis können Sie schon heute profitieren, denn seit dieser Woche präsentieren sich die Störtebeker Festspiele mit einem neuen, frischen und funktionalen Outfit im World Wide Web unter der Adresse www.stoertebeker.de. Das hat die Agentur „tlgg – torben, lucie und die gelbe gefahr gmbh“ mit dem Webspezialisten „Webteilchen“ gestaltet. „Viele unserer Fans sind online unterwegs, jährlich werden immer mehr Karten über das Internet gebucht und auch Online-Bestellungen im Fanshop nehmen immer mehr zu – da war es höchste Zeit, uns an die Gegebenheiten anzupassen und mit den Veränderungen Schritt zu halten“, so die Piratentochter, mit der man künftig auch per E-Mail kommunizieren kann. Bis 15. April wurden 93.000 Tickets gebucht und weitere 60.000 reserviert. Etwa 70 Prozent erfolgt online.

Wenn auch Sie jetzt schon Ihre Karten für das diesjährige Stück, das vom 19. Juni bis 4. September Montag bis Samstag um 20 Uhr beginnt, sichern wollen, dann können Sie dies im Internet, an den Kassen auf dem Festspielgelände oder unter der Ticket-Hotline (03838) 31100 tun.

Premium Bier für Freibeuter

Dienstag, 13. Juli 2010

Warsteiner Brauerei ist im 4. Jahr Premium Partner der Störtebeker Festspiele

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Intendant Peter Hick, Carsten Abraham, Warsteiner Verkaufsdirektor Gastronomie Ost und Störtebeker (Sascha Gluth) besiegeln das Bündnis. Foto: Störtebeker Festspiele

Ralswiek (DR). Die Warsteiner Brauerei ist im vierten Jahr Premium Partner der Störtebeker Festspiele und verlängert frühzeitig ihr Sponsoring-Engagement bis 2013. Das Open-Air Spektakel um Seeräuber-Legende Klaus Störtebeker in Ralswiek ist alljährlich Publikumsmagnet für fast 400.000 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet. „Ein Open-Air Spektakel dieser Art und Qualität findet man in Deutschland nicht noch einmal“, so Kirsten Missfeld, Marketingdirektorin bei Warsteiner. „Wir pflegen mit den Festspielverantwortlichen eine langjährige Partnerschaft auf Rügen, die wir gern fortsetzen.“

Als exklusiver Bierpartner versorgt Warsteiner die Gäste mit frisch gezapftem Premium-Pils. Darüber hinaus nutzt die Brauerei die Festspiele natürlich auch für ihr eigenes Marketing. Die Spielzeit 2010 startet übrigens am 19. Juni: Allabendlich (außer sonntags) ist Klaus Störtebeker dann auf der Naturbühne Ralswiek zu sehen.

Eintrittskarten sind jetzt schon telefonisch unter der (03838) 31100 und über die Homepage der Festspiele www.stoertebeker.de erhältlich.

1. Pressefoto 1. Pressefoto 1. Pressefoto

Montag, 17. Mai 2010

Endlich war es soweit! Bei herrlich nebligem & mystischen Wetter, wurden die ersten Pressefotos der Saison 2010 für das Stück Störtebekers Gold “Der Fluch des Mauren” geschossen. Trotz des recht durchwachsenen Wetters hatten unsere Darsteller, Sascha Gluth (Klaus Störtebeker), Claudia Gaebel (Maria) & Dietmar Lahaine (Goedeke Michels) sehr viel Spass miteinander!

Der direkte Draht zur Piratentochter

Mittwoch, 21. April 2010

Brandneue Internetpräsentation der Störtebeker Festspiele

Die Adresse www.stoertebeker.de bleibt – der Webauftritt ist hingegen komplett neu gestaltet. Ein Besuch lohnt sich. Repro

Ralswiek (apf). Auf 17 erfolgreiche Spielzeiten können die Störtebeker Festspiele bisher verweisen. Insgesamt 4.865.000 Besucher haben das Open-Air Theater am Großen Jasmunder Bodden in dieser Zeit besucht, um die Geschichten um die Legende Klaus Störtebeker zu erleben. Auch für das diesjährige Stück – Störtebekers Gold „Der Fluch des Mauren“ – sind die Weichen gestellt. Am 9. Mai starten in der Regie von Holger Mahlich die Proben, das neue Bühnenbild nimmt mehr und mehr Form an und der Bautrupp um Bauchef Klaus Tiedtke bemüht sich, die wunderschönen Entwürfe des bewährten Bühnenbildners Falk von Wangelin originalgetreu umzusetzen. Doch auch „hinter den Kulissen“ wird kräftig gewerkelt wie in der Schneiderei, wo die Nähmaschinen kaum zum Stillstand kommen, um die neuen Kostüme als Augenschmaus zu fertigen.

Von einem Ergebnis können Sie schon heute profitieren, denn seit dieser Woche präsentieren sich die Störtebeker Festspiele mit einem neuen, frischen und funktionalen Outfit im World Wide Web unter der Adresse www.stoertebeker.de. Das hat die Agentur „tlgg – torben, lucie und die gelbe gefahr gmbh“ mit dem Webspezialisten „Webteilchen“ gestaltet. „Viele unserer Fans sind online unterwegs, jährlich werden immer mehr Karten über das Internet gebucht und auch Online-Bestellungen im Fanshop nehmen immer mehr zu – da war es höchste Zeit, uns an die Gegebenheiten anzupassen und mit den Veränderungen Schritt zu halten“, so die Piratentochter, mit der man künftig auch per E-Mail kommunizieren kann. Bis 15. April wurden 93.000 Tickets gebucht und weitere 60.000 reserviert. Etwa 70 Prozent erfolgt online.

Wenn auch Sie jetzt schon Ihre Karten für das diesjährige Stück, das vom 19. Juni bis 4. September Montag bis Samstag um 20 Uhr beginnt, sichern wollen, dann können Sie dies im Internet, an den Kassen auf dem Festspielgelände oder unter der Ticket-Hotline (03838) 31100 tun.

Quelle: Rüganer Anzeiger 22. April 2010
Redakteur: Pfaffe

Druckfrisch aus der Bild Zeitung

Mittwoch, 21. April 2010

Störtebekers Gold – „Das Vermächtnis“ Historischer Hintergrund der Geschichte um den Schatz der Templer

Freitag, 16. April 2010

Ralswiek (DR). Im Jahre 1395 wurde mit dem Frieden von Skanör und Falsterbo der mehr als sechsjährige Krieg zwischen Dänemark und Mecklenburg beendet. Damit verloren die Vitalienbrüder ihre Daseinsberechtigung. Sie büßten ihre Stützpunkte an Land ein und es blieb ihnen nur noch die Flucht. In mehrere Gruppen aufgesplittert segelten sie nach Russland, in die Nordsee und wahrscheinlich sogar in das Mittelmeer.

Bis Calais ist ihre Spur auf jeden Fall urkundlich nachzuweisen. Calais stand zu der Zeit unter englischer Besatzung – eine Folge des „Hundertjährigen Krieges“ zwischen England und Frankreich. 1395 ruhten die Waffen allerdings. Beide Seiten waren militärisch erschöpft. Diese Situation nutzte der junge englische König Richard II. um seine Macht im Inneren zu festigen. Er heiratete Isabella, die noch jugendliche Tochter des französischen Königs Karl VI. (1396) und verhaftete drei der fünf „Appellanten“ (1397) – mächtige Fürsten, die 1388 auf dem so genannten „Gnadenlosen Parlament“ seine unumschränkte Macht durch einen Regentschaftsrat entscheidend eingeschränkt hatten. Diese drei Fürsten wurden wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. (1398) Einer von ihnen war Thomas v. Gloucester – ein Onkel König Richards, der bereits vor Prozessbeginn in Calais inhaftiert war und noch vor dem Urteilsspruch ermordet wurde. Allerdings sank auch Richards Stern sehr bald. Heinrich Bolingbroke, ebenfalls einer der „Appellanten“, der auf Lebenszeit in die Verbannung geschickt wurde, rebellierte gegen den König, nahm ihn gefangen und ließ ihn 1399 mit hoher Wahrscheinlichkeit ermorden. Am 13. Oktober 1399 ging Bolingbroke als Heinrich IV. in die Geschichte ein.

Um die Geschichte der Templer ranken sich unendlich viele Mythen und Legenden. Die Tempelritter – ihr voller Name lautet: „Die Armen Ritter Christi und des Tempels Salomonis“, waren ein geistlicher Ritterorden, der ursprünglich Pilgern im Heiligen Land Schutz und Beistand gewähren sollte. Die Gründung des Ordens ist datiert auf ca. 1119. Die Eroberung Jerusalems durch den 1. Kreuzzug liegt gerade zwanzig Jahre zurück. Die Templer zeichneten sich durch Kühnheit, Frömmigkeit und strenge Zucht aus. Sie beteiligten sich an fast allen Schlachten im Heiligen Land. Sie kämpften stets im vordersten Glied und waren immer die Letzten, die sich zurückzogen. Der ursprünglich arme Orden wurde durch Schenkungen und umfangreiche Privilegien im Laufe der Zeit immer reicher und mächtiger. Sie investierten ihre Gelder wohlüberlegt und waren die einzigen Christen, die Geld gegen Zins verliehen. Für Fürsten und Edelleute führten sie Konten, bekleideten hohe Posten als Finanzberater, bewahrten Schatztruhen und Kronjuwelen auf, zogen Steuern ein und geleiteten Geld und Werttransporte. So entstand im Laufe der Zeit ein gewaltiges Finanzimperium.

An der Spitze der Templer stand ein Großmeister. Ihm unterstanden ca. 7.000 Ritter, Sergeanten, dienende Brüder und Priester. Über fast alle Länder der westlichen Christenheit erstreckte sich ein Netz von mindestens 870 Burgen, Komtureien und Zweigniederlassungen. Sie verfügten über eine Flotte und ihre Kapitalmacht wurde von Päpsten und Königen genutzt. So auch vom französischen König Philipp dem Schönen. Doch die immensen Schulden der französischen Krone brachten Philipp dazu, die Templer unter dem fadenscheinigen Vorwurf der Ketzerei und der sexuellen Verworfenheit zu vernichten. Sie wurden beschuldigt das geheiligte Königreich Frankreich mit den geheimen und hinterhältigen Mitteln der Hexerei zu unterminieren. 1307 wurden sämtliche Komtureien und Ordenshäuser in Frankreich besetzt und die Tempelritter im Namen der Inquisition abgeführt, eingekerkert, gefoltert und getötet. Am 18. März 1314 wurde nach einem unendlich langen Prozessgezerre, in dem es mehr um den Einfluss von König oder Papst ging, der letzte Großmeister des Ordens, Jakob von Molay, in Paris verbrannt. Allerdings war es dem Papst gelungen, den Großteil der Ländereien der Templer und ihrer unbeweglichen Habe, den “Johannitern” zu übertragen. Ob der unermessliche Schatz der Templer der französischen Krone zufiel oder nicht, ist bis heute umstritten.

Soweit die Fakten: Die Legenden sind nicht zu zählen. Einige wenige, die mit der diesjährigen Geschichte in Zusammenhang stehen, seien kurz erwähnt. Kurz vor dem Zugriff des Königs sollen 18 schwer beladene Schiffe der Templer den Hafen von La Rochelle verlassen haben. Höchstwahrscheinlich sind sie nach Schottland gesegelt. Die Templer, die sich dem Zugriff des französischen Königs entziehen konnten, flohen in der Regel nach Portugal oder Schottland. Henry Sinclair, ein schottischer Edelmann, soll 1395 oder 1398 nach Amerika gesegelt und dort in Neuschottland (so der heutige Name!) gelandet sein. Versteckte er den Schatz auf Oak Island, einer einsamen Insel vor der kanadischen Küste? Auf Oak Island wird noch heute nach dem Schatz gesucht. Kanadische Wissenschaftler haben seltsame Bodengestaltungen unter Wasser entdeckt, die möglicherweise künstlich angelegt wurden, als dieses Gebiet höchst wahrscheinlich als Teil der Insel noch über Wasser lag. Sie sehen, es gibt noch genug Stoff für die nächsten Geschichten in Ralswiek . . .

Quelle: Rüganer Anzeiger
Redakteur: Andreas Pfaffe