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Autor und Regisseur – Holger Mahlich

Dienstag, 13. Juli 2010

Ein Mann haucht Störtebeker Leben ein und macht Geschichten lebendig

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Regisseur Holger Mahlich – er erfüllt den legendären Störtebeker und dessen Legenden ebenso mit Leben. Foto: Pfaffe

Seit 2003 gehört er zum Ensemble der Störtebeker Festspiele in Ralswiek: Holger Mahlich. Der studierte Schauspieler, Sprecher für Hörspiele und Synchronisation ist hier der Mann, der Klaus Störtebeker und seinen Geschichten im wahrsten Sinne des Wortes Leben einhaucht. Nicht nur, dass vor seinem geistigen Auge die Geschichten um die Vitalienbrüder (Likedeeler – Gleichteiler) entstehen, die er in Form des Buches zu Papier bringt, sondern auch als Regisseur setzt er seine schier unendliche Kreativität, seine Erfahrung und seine Liebe zu den Festspielen dafür ein, dass alljährlich die Gäste auf der Naturbühne in Ralswiek ein lange nachwirkendes Theater-Erlebnis genießen können.

Obwohl er außerhalb der Spielzeit als freischaffender Schauspieler und Synchronsprecher tätig ist und eben das Drehbuch für das Musical „Revolver im Klavier“ beendet hat, ist er beinahe das ganze Jahr über mit dem Geschehen der Störtebeker Festspiele beschäftigt. So war er im vergangenen Jahr nach Ende der Saison nach Granade gereist, um die Festung Alhambra und die historische Altstadt in Augenschein zu nehmen, da dieser Ort im diesjährigen zweiten Teil der Trilogie Störtebekers Gold eine wesentliche Rolle spielen sollte. „Dort kann man die Spuren des maurischen Granada noch gut erkennen und auch die Geschichte des diesjährigen Stückes, die sich um den Brunnen rankt, ist da entstanden und ich musste ja auch überlegen, was Störtebeker, Goedeke und Thomasius dort suchen sollten. Da bin ich auf den Heiligen Antonius gestoßen“, erzählt er.

Auf die Frage wie Störtebeker, der berühmte Pirat der Ost- und der Nordsee, nun im Mittelmeer kommt, hat der Regisseur sofort eine Antwort parat. „So unwahrscheinlich es auch klingt – es wäre möglich gewesen. Im ausgehenden 14. Jahrhundert gab es einen florierenden Handel zwischen Nordeuropa und den Mittelmeerstaaten. Die Handelsschiffe fuhren küstennah, von London nach Venedig oder zum Beispiel von Genua nach Brügge. Da wir wissen, dass die Vitalienbrüder auf jeden Fall bis Calais vorgedrungen sind, wäre es durchaus denkbar, dass sie den Handelsschiffen folgend, auch in das Mittelmeer segelten. Auf jeden Fall sind sie zwischen 1395 und 1397 weder in der Ost- noch in der Nordsee nachweisbar.“

Für Holger Mahlich ist die historische Vorlage letztlich Grundlage für spannende Geschichten. Er ist auch darauf gestoßen, dass Ende des 14. Jahrhunderts Italien von einer mächtige Bankenkrise betroffen war, so dass dieser Part im diesjährigen Stück, was das Bankhaus in genua betrifft, eher zufällig in das Buch gelangte, dennoch aber treffend in die Zeit passt.

„Die Zuschauer, die schon im letzten Jahr unsere Gäste waren, wissen, dass wir in unserer Trilogie die Störtebeker- mit der Templerlegende verknüpft haben und die Spur des Templerschatzes Störtebeker und seine Freunde nach Granada führt. Das maurische Granada war in der damaligen Zeit ein Hort der Kunst, Kultur und Toleranz der Wissenschaften. Dieses kleine Königreich im Süden der spanischen Halbinsel konnte noch fast 100 Jahre der christlichen Rückeroberung trotzen, ehe Granadas Ende auch das Schicksal des maurischen „al-Andalus“ besiegelte. Wir haben uns diese prekäre, historische Situation zu Nutze gemacht, um Ihnen eine weitere spannende Geschichte von Störtebekers Jagd nach dem Gold der Templer zu erzählen. Sicher hat unsere Geschichte so nicht statt gefunden – sie hat ihren Platz in der Phantasie, dem schönsten Ort für Abenteuer, Intrigen und der Liebe. Viel Vergnügen“, so der Meister der Inszenierung.

Nachdem die diesjährigen Festspiele begonnen haben und die Fernseh- und DVD-Aufnahmen abgeschlossen sind, hat sich Holger Mahlich nun eine kurze Auszeit gegönnt und sich in sein Haus am See am Stadtrand von Hamburg zurück gezogen. Verdient hat er sich das.

In der Zwischenzeit übernehmen die drei Damen der Spielleitung das Zepter des Handelns. Über dieses eingeschworene Trio lesen Sie in der nächsten Woche mehr.

1. Pressefoto 1. Pressefoto 1. Pressefoto

Montag, 17. Mai 2010

Endlich war es soweit! Bei herrlich nebligem & mystischen Wetter, wurden die ersten Pressefotos der Saison 2010 für das Stück Störtebekers Gold “Der Fluch des Mauren” geschossen. Trotz des recht durchwachsenen Wetters hatten unsere Darsteller, Sascha Gluth (Klaus Störtebeker), Claudia Gaebel (Maria) & Dietmar Lahaine (Goedeke Michels) sehr viel Spass miteinander!

Die Saison 2010 ist eröffnet !

Donnerstag, 13. Mai 2010

Liebe Störtebeker Freunde!

Am 9. Mai war es endlich soweit. Um 16 Uhr im Gasthaus “Zum Störti” fand das große Treffen der diesjährigen Akteure & des (fast) gesamten Störtebeker Teams statt.

Viele hatten lange Anreisewege, aber alle schafften es pünktlich in Ralswiek zu sein!

Nach herzlicher Begrüssung durch den Intendanten & den Regisseur, fand der erste Rundgang über die Bühne statt. Das Bauteam um Klaus Tiedke, hatte zum großen Spurt angesetzt, damit der erste Eindruck für die neue Saison stimmt & alle richtig motiviert & eingestimmt werden.

Auch die Maler haben fleissig die Fassaden gestrichen, damit Granada & Genua im wunderbaren Glanz erstrahlen – sehr gelungen, wie alle fanden!

Im Anschluss wurde das Stück, das erste Mal, gemeinsam gelesen – und dabei wurde ausgelassen gelacht!

Beim traditionellen Spargelessen unterhielten sich alle angeregt & die neuesten Informationen wurden ausgetauscht. Das Team scheint sich wunderbar zu verstehen & alle neuen & alten Gesichter saßen noch bis spät am Abend zusammen.

Am Montag fing dann der Ernst der Saison an! Der erste Probentag für Störtebekers Gold “Der Fluch des Mauren” verlief reibungslos. Der Regisseur & die Akteure gingen mit großem Feuer ans Werk. Am Mittwoch Morgen ist nun auch das allmorgendliche Reittraining dazu gekommen. Pferd & Reiter lernen sich nun kennen & trainieren für ihren allabendlichen Auftritt ab dem 19. Juni 2010 um jeweils 20 Uhr.

Viel Arbeit liegt noch vor uns! Aber wir sind sicher, dass die Probenzeit wieder wie Flug vergehen wird – & der erste wichtige Termin steht auch schon bald: unsere Pressekonferenz! Da zeigt sich dann, ob Bühne, Kostüm, Akteure & Team alle Puzzelteilchen schon so gut zusammengesetzt haben, dass es der Presse auch gefällt ;).

Wir sind guter Dinge & gespannt!
Bald gibt es wieder mehr von mir!
Eure Piratentochter

“Der Fluch des Mauren” & eine neue Liebe

Mittwoch, 21. April 2010

In Ralswiek fand am Montag ein großes Treffen statt. Unser Held Klaus Störtebeker, alias Sascha Gluth, traf das erste Mal auf seine große Liebe Maria, Claudia Gaebel. Zum Glück waren sich die Zwei sofort sympathisch ;) da kann unsere neue Saison ja losgehen!

Das Treffen hatte mehrere Gründe: zum Einen konnten die Zwei sich so schon einmal vorab kennenlernen, zum Anderen sollte Claudia zum Vorreiten erscheinen – ein Klacks für die junge Dame, da sie auf dem Rücken der Pferde zu Hause ist. Und da die Beiden schon einmal da waren, wurden auch gleich Fotos für das Plakat 2011 aufgenommen – Vorbereitung ist eben Alles!

Wenn sich unser “frischgebackenen Bühnenpaar” trifft, darf die Presse natürlich auch nicht fehlen ;). So konnte man heute in der Bildzeitung von ihrem ersten Treffen lesen und sehen wie unser Pärchen gemeinsam “privat” aussieht. “Des Kaisers neue Kleider” sind noch im Entstehungsprozess bei unserer Kostümbildnerin Christina Maass und werden gerade auf unserer Darsteller zu geschnitten. Aber bald ist es soweit ;) Dann wird es die ersten Bilder unseres Traumpaares 2010 im Kostüm geben.

Posiert wurde vor der diesjährigen Kulisse – die Bühnenmaler sind endlich eingetroffen und schwingen ihre Pinsel mit vollem Elan, so dass zum Beginn der Probenzeit die Kulisse schon den perfekten Look haben wird! So lässt es sich doch gleich viel besser proben ;)

Mich persönlich hat es heute sehr gefreut im Rüganer Anzeiger einen Bericht über unsere neue Internetseite zu lesen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Andreas Pfaffe, dem Redakteur, welcher uns seid vielen Jahren begleitet und bei allen wichtigen Ereignisse dabei ist, um über unsere Geschehnisse zu berichten! Wir freuen uns jetzt schon auf seine Interviews und Berichterstattungen, die wir natürlich auch hier veröffentlichen werden.

Wer möchte kann auch direkt beim Rüganer Anzeiger Berichterstattungen der aktuellen Saison und der letzten Jahre im Onlinearchiv nachlesen.

In knapp zwei Wochen fangen unsere Proben an, unsere Vorfreude und Aufregung steigt täglich! Natürlich wird es dann an dieser Stelle auch Berichte direkt, live und in Farbe von der Bühne geben, damit Sie, liebe Leser, immer bestens informiert sind.

Also, bald gibt es wieder neue News von mir!
Liebe Grüße aus dem Piratendörfchen Ralswiek,
Ihre Piratentochter

Zeiten und Herrscher zu Zeiten Störtebekers

Donnerstag, 15. April 2010

1361
Dänenkönig Waldemar Atterdag IV. besetzt wiederrechtlich Gotland

1370
„Stralsunder Frieden“, räumt der Hanse ein Mitspracherecht der der Königswahl ein

1375
Waldemar stirbt und hinterlässt zwei Töchter mit zwei erbbrechtigten Enkeln:

Ingeborg, die ältere, Frau des Mecklenburger Herzogs Heinrich III. und Sohn Albrecht IV
Margarete, die jüngere, verheiratet mit dem norwegischen König und Sohn Olaf IV

1376
Die Hanse entscheidet sich für Olaf IV:

1376/77
Albrecht II. von Mecklenburg, Großvater von Albrecht IV., ruft den Krieg gegen Dänemark aus, holt Seeräuber zu Hilfe, öffnet Häfen

1379
Albrecht II. von Mecklenburg stirbt

1380
Margarete übernimmt nach dem Tod von Mann und Sohn die Herrschaft über Norwegen und Dänemark

Erste Erwähnung eines Nicolao Störtebeker

In dieses Zeit immer wieder Ausrüstung der Friedensschiffe durch die Hanse

1388
Albrecht III. Herzog von Mecklenburg, Bruder von Heinrich, und König von Schweden, Krieg gegen Dänemark

1389
Albrecht der III. und Sohn Erich in dänischer Gefangenschaft Herzog Johann I. von Stargard übernimmt die Herrschaft über Schweden

Rostock und Wismar öffnen ihre Häfen für die Seeräuber

Winter 1393/1394
Großoffensive der Dänin gegen das mecklenburgisch-schwedische Stockhom, das die Vitalienbrüder retten

Ende 1394
Störtebeker und Goedeke werden erstmals als Hauptleute namentlich genannt

Bis 1395
Handel auf der Ostsee durch Seeräuberei fast lahmgelegt

Die Vitalienbrüder bauen Gotland zu Operationsbasis aus

26.9.1395
Friedensvertrag zwischen Dänemark und Mecklenburg: Freilassung von König Albrecht und Sohn Erich

1397
Erich besetzt Goltand und Stirbt bald darauf – Gotland unter Sven Sture wieder Piratennest

Frühling 1398
Der Deutsche Orden vertreibt Piraten von Gotland

1398
Die einzelnen verbände der Vitalienbrüder verteilen sich auf Ostfriesland und unterstützen die Häuptlinge

1399
Strafexpedition deutscher Hansestädte gegen die Piraten in Ostfriesland
Goedeke flieht nach Norwegen, Störtebeker nach Holland

Herbst 1400
Störtebeker wird gefaßt und mit seinen Leuten hingerichtet

1401
Goedeke Michels und Wigbold werden gefangen und hingerichtet

1433 bis `35
Piraterie im Ost- und Nordseeraum mit großer Strafexpedition beendet

Literaturhinweis
Puhle, Matthias: Die Vitalienbrüder: Klaus Störtebeker und die Seeräuber der Hansezeit. Campus Verlag. Frankfurt/Main, New York 1994

Die Saison 2010 kann beginnen

Donnerstag, 15. April 2010

Störtebeker Festspiele