Mit ‘Störtebeker Festspiele’ getaggte Artikel

Störtebekers Burgenbauer verzichten auf den Schottenrock

Donnerstag, 09. Dezember 2010

Die Bühnenbauer der Festspiele in Ralswiek mussten gestern einen Tag Zwangspause einlegen. Trotz des Wintereinbruchs wird aber weiter an der Kulisse gebaut.

Schneidender Wind wirbelt Schneegriesel über die Naturbühne in Ralswiek. Wie Nadelstiche spüren Robert Quaas und Sven Geist die Eiskristalle im Gesicht. Doch davon lassen sich die Bühnenbauer der Störtebeker-Festspiele nicht schocken. Trotz Wintereinbruch — die Arbeiten an der Kulisse für die 2011er Inszenierung werden planmäßig fortgesetzt. „Nur auf den Schottenrock haben wir bei der Kälte verzichtet“, witzelt Robert Quaas. Der würde zum Bühnenbild passen. Der legendäre Seeräuber sticht 2011 nach Schottland in See. Quaas und Co. bauen dafür auf der Bühne große Burgen aus den schottischen Highlands nach.

Festspiel-Intendant Peter Hick dirigiert vom Schreibtisch aus. „Wir lassen uns vom Wetter nicht überraschen.“ Doch gestern mussten sich jene, die im Sommer nicht im Rampenlicht auf der Bühne stehen, sondern dafür sorgen, dass Klaus Störtebeker und seine Mannen sich in prächtiger Kulisse dem Publikum präsentieren, dem Schneesturm beugen. „Einige Bühnenbauer haben sich zwar am Morgen auf den fast unpassierbaren Straßen oder zu Fuß zur Arbeit durchgekämpft.“ Doch der Vorarbeiter habe die Devise auf die Tagesordnung gesetzt, Sicherheit geht vor und die Leute wieder nach Hause geschickt, sagt Störtebeker-Mitarbeiter Volker Strauß gestern Vormittag. „Angesichts der chaotischen Straßenverhältnisse musste einfach eine Zwangspause eingelegt werden.“ Peter Hick nutzt die Zeit, hat im Schneegestöber die Erstfassung des Buches für den dritten Teil der Triologie „Störtebekers Gold“ vor sich. „2011 ist Störti am Ziel. Er wird einen Teil des Goldes vom legendären Schatz der Templer auf der Festung Sinclair finden.“ Der Macher des erfolgreichsten Open-Air-Theaters in Deutschland vertieft sich ins Buch. „Es sind die Feinheiten, auf die man achten muss. Und es sind viele“, fällt ihm sofort ein Beispiel ein. So sollte die große Schottenburg im Bühnenbild mit einem eisernen Falltor ausgestattet werden. Doch die Burg wird beschossen, die Einschläge planen die Pyrotechniker genau davor. „Da sind dann Löcher und die würden für aus der Burg stürmende Reiter und Fußvolk eine Gefahr sein“, erläutert Peter Hick. Und disponiert um: Statt eisernem Falltor wird jetzt ein Zugtor für die Burg gebaut. „Das deckt beim Herablassen die Löcher der Kanonenschläge ab. Gefahr gebannt.“ Für Peter Hick sind das die kleinen Herausforderungen. Die buchstäblich großen kommen noch. „Wir holen für die Inszenierung 2011 die schottische Felsenküste nach Rügen.“ Hick schmunzelt: Wenn Störtebeker mit seiner Koggen-Armada im Sommer nach Schottland aufbricht, sollen ihn bei der Ankunft am Ziel bis zu 14 Meter hohe Felsen begrüßen. Die werden die Bühnenbauer noch in den Jasmunder Bodden setzen.

Die gestrige Zwangspause der Bühnenbauer bringt den Chef nicht aus der Ruhe. Schneegestöber gibt es nicht alle Tage und normales Winterwetter gefährde den Zeitplan nicht, sagt der Festspiel-Macher. „ Große Teile für das Bühnenbild können witterungsunabhängig im Trockenen in der Vormontage-Halle in Jarnitz produziert werden. Eine Kogge ist bereits nach Lauterbach in die Bootswerft überführt. Sie wird dort generalüberholt. Auch dieses Mosaiksteinchen bei der Vorbereitung auf die nächste Festspiel-Saison kann planmäßig durchgeführt werden, selbst wenn es draußen stürmt und schneit.“ Treibt es nicht gar zu kräftig, wird auch die Stuhl-Montage fortgesetzt, kündigt Hick an. „Wenn die Besucher zusammen mit Störtebeker den Schatz der Templer im nächsten Sommer heben, werden alle auf neuen Stühlen sitzen.“

Autor: Udo Burwitz

Quelle: Ostsee Zeitung Regional

Datum: 3. Dezember 2010

1. Pressefoto 1. Pressefoto 1. Pressefoto

Montag, 17. Mai 2010

Endlich war es soweit! Bei herrlich nebligem & mystischen Wetter, wurden die ersten Pressefotos der Saison 2010 für das Stück Störtebekers Gold “Der Fluch des Mauren” geschossen. Trotz des recht durchwachsenen Wetters hatten unsere Darsteller, Sascha Gluth (Klaus Störtebeker), Claudia Gaebel (Maria) & Dietmar Lahaine (Goedeke Michels) sehr viel Spass miteinander!

Die Saison 2010 ist eröffnet !

Donnerstag, 13. Mai 2010

Liebe Störtebeker Freunde!

Am 9. Mai war es endlich soweit. Um 16 Uhr im Gasthaus “Zum Störti” fand das große Treffen der diesjährigen Akteure & des (fast) gesamten Störtebeker Teams statt.

Viele hatten lange Anreisewege, aber alle schafften es pünktlich in Ralswiek zu sein!

Nach herzlicher Begrüssung durch den Intendanten & den Regisseur, fand der erste Rundgang über die Bühne statt. Das Bauteam um Klaus Tiedke, hatte zum großen Spurt angesetzt, damit der erste Eindruck für die neue Saison stimmt & alle richtig motiviert & eingestimmt werden.

Auch die Maler haben fleissig die Fassaden gestrichen, damit Granada & Genua im wunderbaren Glanz erstrahlen – sehr gelungen, wie alle fanden!

Im Anschluss wurde das Stück, das erste Mal, gemeinsam gelesen – und dabei wurde ausgelassen gelacht!

Beim traditionellen Spargelessen unterhielten sich alle angeregt & die neuesten Informationen wurden ausgetauscht. Das Team scheint sich wunderbar zu verstehen & alle neuen & alten Gesichter saßen noch bis spät am Abend zusammen.

Am Montag fing dann der Ernst der Saison an! Der erste Probentag für Störtebekers Gold “Der Fluch des Mauren” verlief reibungslos. Der Regisseur & die Akteure gingen mit großem Feuer ans Werk. Am Mittwoch Morgen ist nun auch das allmorgendliche Reittraining dazu gekommen. Pferd & Reiter lernen sich nun kennen & trainieren für ihren allabendlichen Auftritt ab dem 19. Juni 2010 um jeweils 20 Uhr.

Viel Arbeit liegt noch vor uns! Aber wir sind sicher, dass die Probenzeit wieder wie Flug vergehen wird – & der erste wichtige Termin steht auch schon bald: unsere Pressekonferenz! Da zeigt sich dann, ob Bühne, Kostüm, Akteure & Team alle Puzzelteilchen schon so gut zusammengesetzt haben, dass es der Presse auch gefällt ;).

Wir sind guter Dinge & gespannt!
Bald gibt es wieder mehr von mir!
Eure Piratentochter

“Der Fluch des Mauren” & eine neue Liebe

Mittwoch, 21. April 2010

In Ralswiek fand am Montag ein großes Treffen statt. Unser Held Klaus Störtebeker, alias Sascha Gluth, traf das erste Mal auf seine große Liebe Maria, Claudia Gaebel. Zum Glück waren sich die Zwei sofort sympathisch ;) da kann unsere neue Saison ja losgehen!

Das Treffen hatte mehrere Gründe: zum Einen konnten die Zwei sich so schon einmal vorab kennenlernen, zum Anderen sollte Claudia zum Vorreiten erscheinen – ein Klacks für die junge Dame, da sie auf dem Rücken der Pferde zu Hause ist. Und da die Beiden schon einmal da waren, wurden auch gleich Fotos für das Plakat 2011 aufgenommen – Vorbereitung ist eben Alles!

Wenn sich unser “frischgebackenen Bühnenpaar” trifft, darf die Presse natürlich auch nicht fehlen ;). So konnte man heute in der Bildzeitung von ihrem ersten Treffen lesen und sehen wie unser Pärchen gemeinsam “privat” aussieht. “Des Kaisers neue Kleider” sind noch im Entstehungsprozess bei unserer Kostümbildnerin Christina Maass und werden gerade auf unserer Darsteller zu geschnitten. Aber bald ist es soweit ;) Dann wird es die ersten Bilder unseres Traumpaares 2010 im Kostüm geben.

Posiert wurde vor der diesjährigen Kulisse – die Bühnenmaler sind endlich eingetroffen und schwingen ihre Pinsel mit vollem Elan, so dass zum Beginn der Probenzeit die Kulisse schon den perfekten Look haben wird! So lässt es sich doch gleich viel besser proben ;)

Mich persönlich hat es heute sehr gefreut im Rüganer Anzeiger einen Bericht über unsere neue Internetseite zu lesen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Andreas Pfaffe, dem Redakteur, welcher uns seid vielen Jahren begleitet und bei allen wichtigen Ereignisse dabei ist, um über unsere Geschehnisse zu berichten! Wir freuen uns jetzt schon auf seine Interviews und Berichterstattungen, die wir natürlich auch hier veröffentlichen werden.

Wer möchte kann auch direkt beim Rüganer Anzeiger Berichterstattungen der aktuellen Saison und der letzten Jahre im Onlinearchiv nachlesen.

In knapp zwei Wochen fangen unsere Proben an, unsere Vorfreude und Aufregung steigt täglich! Natürlich wird es dann an dieser Stelle auch Berichte direkt, live und in Farbe von der Bühne geben, damit Sie, liebe Leser, immer bestens informiert sind.

Also, bald gibt es wieder neue News von mir!
Liebe Grüße aus dem Piratendörfchen Ralswiek,
Ihre Piratentochter

Zeiten und Herrscher zu Zeiten Störtebekers

Donnerstag, 15. April 2010

1361
Dänenkönig Waldemar Atterdag IV. besetzt wiederrechtlich Gotland

1370
„Stralsunder Frieden“, räumt der Hanse ein Mitspracherecht der der Königswahl ein

1375
Waldemar stirbt und hinterlässt zwei Töchter mit zwei erbbrechtigten Enkeln:

Ingeborg, die ältere, Frau des Mecklenburger Herzogs Heinrich III. und Sohn Albrecht IV
Margarete, die jüngere, verheiratet mit dem norwegischen König und Sohn Olaf IV

1376
Die Hanse entscheidet sich für Olaf IV:

1376/77
Albrecht II. von Mecklenburg, Großvater von Albrecht IV., ruft den Krieg gegen Dänemark aus, holt Seeräuber zu Hilfe, öffnet Häfen

1379
Albrecht II. von Mecklenburg stirbt

1380
Margarete übernimmt nach dem Tod von Mann und Sohn die Herrschaft über Norwegen und Dänemark

Erste Erwähnung eines Nicolao Störtebeker

In dieses Zeit immer wieder Ausrüstung der Friedensschiffe durch die Hanse

1388
Albrecht III. Herzog von Mecklenburg, Bruder von Heinrich, und König von Schweden, Krieg gegen Dänemark

1389
Albrecht der III. und Sohn Erich in dänischer Gefangenschaft Herzog Johann I. von Stargard übernimmt die Herrschaft über Schweden

Rostock und Wismar öffnen ihre Häfen für die Seeräuber

Winter 1393/1394
Großoffensive der Dänin gegen das mecklenburgisch-schwedische Stockhom, das die Vitalienbrüder retten

Ende 1394
Störtebeker und Goedeke werden erstmals als Hauptleute namentlich genannt

Bis 1395
Handel auf der Ostsee durch Seeräuberei fast lahmgelegt

Die Vitalienbrüder bauen Gotland zu Operationsbasis aus

26.9.1395
Friedensvertrag zwischen Dänemark und Mecklenburg: Freilassung von König Albrecht und Sohn Erich

1397
Erich besetzt Goltand und Stirbt bald darauf – Gotland unter Sven Sture wieder Piratennest

Frühling 1398
Der Deutsche Orden vertreibt Piraten von Gotland

1398
Die einzelnen verbände der Vitalienbrüder verteilen sich auf Ostfriesland und unterstützen die Häuptlinge

1399
Strafexpedition deutscher Hansestädte gegen die Piraten in Ostfriesland
Goedeke flieht nach Norwegen, Störtebeker nach Holland

Herbst 1400
Störtebeker wird gefaßt und mit seinen Leuten hingerichtet

1401
Goedeke Michels und Wigbold werden gefangen und hingerichtet

1433 bis `35
Piraterie im Ost- und Nordseeraum mit großer Strafexpedition beendet

Literaturhinweis
Puhle, Matthias: Die Vitalienbrüder: Klaus Störtebeker und die Seeräuber der Hansezeit. Campus Verlag. Frankfurt/Main, New York 1994

Zeiten und Herrscher zu Zeiten Störtebekers

Donnerstag, 15. April 2010

1361

Dänenkönig Waldemar Atterdag IV. besetzt wiederrechtlich Gotland

1370

„Stralsunder Frieden“, räumt der Hanse ein Mitspracherecht der der Königswahl ein

1375

Waldemar stirbt und hinterlässt zwei Töchter mit zwei erbbrechtigten Enkeln:
Ingeborg, die ältere, Frau des Mecklenburger Herzogs Heinrich III. und Sohn Albrecht IV

Margarete, die jüngere, verheiratet mit dem norwegischen König und Sohn Olaf IV

1376

Die Hanse entscheidet sich für Olaf IV

1376/77

Albrecht II. von Mecklenburg, Großvater von Albrecht IV., ruft den Krieg gegen Dänemark aus, holt Seeräuber zu Hilfe, öffnet Häfen

1379

Albrecht II. von Mecklenburg stirbt

1380

Margarete übernimmt nach dem Tod von Mann und Sohn die Herrschaft über Norwegen und Dänemark

Erste Erwähnung eines Nicolao Störtebeker

In dieses Zeit immer wieder Ausrüstung der Friedensschiffe durch die Hanse

1388

Albrecht III. Herzog von Mecklenburg, Bruder von Heinrich, und König von Schweden, Krieg gegen Dänemark

1389

Albrecht der III. und Sohn Erich in dänischer Gefangenschaft Herzog Johann I. von Stargard übernimmt die Herrschaft über Schweden
Rostock und Wismar öffnen ihre Häfen für die Seeräuber

Winter 1393/1394

Großoffensive der Dänin gegen das mecklenburgisch-schwedische Stockhom, das die Vitalienbrüder retten

Ende 1394

Störtebeker und Goedeke werden erstmals als Hauptleute namentlich genannt

Bis 1395

Handel auf der Ostsee durch Seeräuberei fast lahmgelegt

Die Vitalienbrüder bauen Gotland zu Operationsbasis aus

26.9.1395

Friedensvertrag zwischen Dänemark und Mecklenburg: Freilassung  von König Albrecht und Sohn Erich

1397

Erich besetzt Goltand und Stirbt bald darauf – Gotland unter Sven Sture wieder Piratennest

Frühling 1398

Der Deutsche Orden vertreibt Piraten von Gotland

1398

Die einzelnen verbände der Vitalienbrüder verteilen sich auf Ostfriesland und unterstützen die Häuptlinge

1399

Strafexpedition deutscher Hansestädte gegen die Piraten in Ostfriesland

Goedeke flieht nach Norwegen, Störtebeker nach Holland

Herbst 1400

Störtebeker wird gefaßt und mit seinen Leuten hingerichtet

1401

Goedeke Michels und Wigbold werden gefangen und hingerichtet

1433 bis `35

Piraterie im Ost- und Nordseeraum mit großer Strafexpedition beendet

Puhle, Matthias: Die Vitalienbrüder: Klaus Störtebeker und die Seeräuber der Hansezeit. Campus Verlag. Frankfurt/Main, New York 1994

Die Saison 2010 kann beginnen

Donnerstag, 15. April 2010

Störtebeker Festspiele

Die Vertreibung der Vitalienbrüder aus der Ostsee

Donnerstag, 15. April 2010

Nach dem Friedensschluss von Skanör und Falsterbo 1395, der den Schlusspunkt unter den Krieg zwischen Dänemark und Mecklenburg setzte, lösten sich die Seeräuberhaufen nicht, wie im Vertrag gefordert, auf, sondern sammelten sich im Laufe des Jahres auf der Ostseeinsel Gotland. Gotland war auch nach dem Friedensschluss eine geteilte Insel. Die Mecklenburger hielten die Hauptstadt Visby, die Dänen die übrige Insel. 1397 bekam die mecklenburgische Seite durch eine militärische Aktion des Herzogs Erich gegen den dänischen Statthalter Sven Sture Gotland ganz in die Hand. Erich betrachtete Gotland ganz offensichtlich als Basis für die Rückgewinnung der Macht der Mecklenburger in Skandinavien. Kurze Zeit später starb der noch junge Herzog Erich. Nun entwickelte sich Gotland tatsächlich zu einer Seeräuberkolonie. Der heftig einsetzende Kaperkrieg der Vitalienbrüder gegen die Kaufleute in der Ostsee, unabhängig davon, woher sie stammten, brachte alle gegen die Seeräuberinsel auf: die Dänen, den Hochmeister des Deutschen Ordens und die Hanse. Das Haus Mecklenburg, unter dessen Herrschaft die Insel eigentlich stand, war hilflos. Besonders aufgerufen zum Handeln fühlte sich der Deutsche Orden, der als Ritterorden aus dem Kreuzzug Friedrich Barbarossas 1190 hervorgegangen war und in Preußen einen Ordensstaat gründen konnte. Im Winter 1397/98 zog der Hochmeister des Deutschen Ordens, Konrad von Jungingen, in aller Stille eine riesige Flotte zusammen: 4000 Mann in Rüstung und 400 Pferde auf 84 Schiffen. Am 17. März startete die Armada unter der Führung Johann Pfirts von Danzig aus. Die Aktion stand unter einem glücklichen Stern. In nur vier Tagen erreichte die Flotte Gotland.

Das Überraschungsmoment lag auf der Seite der Invasoren. Die Belagerung Visbys, das wegen seiner imposanten Stadtmauer an sich gut geschützt war, war nur von kurzer Dauer. Die Überlegenheit der Ordenstruppe war so groß, dass der Kampf für die Vitalienbrüder sinnlos schien. So kapitulierten sie und übergaben am 5. April 1398 dem Deutschen Orden die Insel.

Klaus Störtebeker und Goedeke Michels gehörten mit großer Wahrscheinlichkeit zu den Vitalienbrüdern auf Gotland. Einen sicheren Nachweis dafür gibt es allerdings nicht. Bis auf kleine Reste von Verbänden, die vor allem bei den Dänen Aufnahme fanden, wichen die Vitalienbrüder von der Ostsee in die Nordsee, wo sie von den friesischen Häuptlingen, die mit sich und ihren Nachbarn in ständiger Fehde lebten, mit offenen Armen empfangen wurden.

Zusammenfassung aus dem Buch „Die Vitalienbrüder, Klaus Störtebeker und die Seeräuber der Hansezeit“ von Dr. Matthias Puhle, Campus Verlag