„Es war ein schwieriges und dennoch gutes Jahr!“

By 15. April 2010Presse

Rügen (apf). Die 14. Spielzeit der Störtebeker Festspiele in Ralswiek ist Geschichte. „Es war ein schwieriges und dennoch gutes Jahr“, sind sich Ruth und Peter Hick einig. Tochter Anna-Theresa (23), die vor drei Jahren die Regieassistenz übernahm, stimmt den Eltern mit den Worten, „eine aufregenden Spielzeit in einer guten Saison“, zu. Tatsächlich waren die Begleitumstände alles andere als gut, wenn man nur an den Sturm, der zum Untergang einer Kogge führte, den Brand an der Gaststätte „Zum Störti“ samt Garderoben und Schneiderei oder auch den Wettereinbruch im August und September denkt. Trotzdem sind die Zuschauer den Festspielen treu geblieben und mit über 360.000 Besuchern ist ein ähnliches Spitzenergebnis wie im letzten Jahr zu verzeichnen.

Doch nach Rekorden strebt man ohnehin längst nicht mehr, vielmehr darum, „das hohe Niveau im Zu-schauerbereich zu halten und auszubauen“, wie Intendant Peter Hick die Herausforderung für die kommenden Jahre nennt. „Die Menschen sollen eine perfekte Show erleben, die Illusionen weckt und beeindruckt“, ergänzt Anna-Theresa. Wenn sie am Ende der Vorstellung aus dem Traum Störtebeker wieder erwachen, sollen sie nichts von der unglaublichen Mühe bemerkt haben, die das Zusammen-führen des Puzzles der jeweiligen Geschichte bereitet.

Dafür stehen schließlich Könner vor, auf und hinter der Bühne, die ihr Handwerk verstehen und mit Leidenschaft an der Erfolgsgeschichte Störtebeker Festspiele Anteil haben. „In diesem Jahr hatten wir eine besonders gute Hand in der Wahl der Schauspieler“, blickt Geschäftsführerin Ruth Hick zurück. Doch nicht nur die Schauspieler, vielmehr das gesamte Team der Festspiele sind ein geschliffener Diamant, welcher dem Produkt Störtebeker Festspiele und damit der Insel Rügen überall in Deutschland und darüber hinaus Anerkennung verschafft und Lust auf mehr bereitet.

„Es ist gut, wenn man Visionen hat, die ankommen, weil alle im Team zusammen halten, an einem Strang ziehen und jeder für den anderen da ist“, zeigt Anna-Theresa Hick eine Besonderheit der Fest-spiele auf, die mir als berichtender Journalist in dieser Spielzeit mehr als deutlich wurde. Und so habe ich keinen Zweifel daran, dass die 15. Spielzeit im kommenden Jahr erneut ein grandioser Erfolg wird. Auch deshalb, weil jeder auf der Insel von den Festspielen profitieren kann, wenn er sich auf seine Weise in das Gelingen des Gesamterlebnisses einbringt. Das sei ja auch das Anliegen der Likedeeler (Gleichteiler) gewesen, so Ruth Hick mit einem Lächeln. Für sie wie für die etwa 25 ganzjährig beschäftigten Mit-arbeiter startet nun schon die Vorbereitung der neuen Spielzeit, die mit Probenbeginn im Mai dem Höhepunkt Premiere am 23. Juni entgegen geht.

Doch bis dahin gibt es noch viel zu tun. „Wir werden ganz eifrig am Entstehen des Mehrzweck- Neubau mit Gaststätte arbeiten und hoffen, dass noch vor Weihnachten das Dach auf dem Haus ist“, schaut Peter Hick in die nahe Zukunft. Ein kühnes Vorhaben, aber Voraussetzung, um termingerecht zu Proben-beginn den Innenausbau zu realisieren.

Rüganer Anzeiger 13. September 2006 (apf)

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