Faszination Geschichte: Der heilige Antonius

By 11. Oktober 2010Allgemein, Presse

Spezialeffekte im zweiten Teil der Vorstellung überraschen das Publikum

Beeindruckend: Auf der Suche nach dem Schatz der Templer kommen Klaus Störtebeker und seine Leute ein Stück weiter, als der Heilige Antonius aufersteht. Foto: Pfaffe

Es ist beeindruckend, wie alljährlich neue Spezialeffekte für pure Überraschung und lauthalses Staunen bei den Vorstellungen der Störtebeker Festspiele in Ralswiek sorgen. Das ist schon gehobene Klasse, welche das Team des Theaters am Großen Jasmunder Bodden seinen Gästen bietet. Im diesjährigen Stück Störtebekers Gold „Der Fluch des Mauren“ ist der Moment am Ende der Geschichte, als sich der Heilige Antonius in übermenschlicher Größe aus dem Sand der Naturbühne gen Himmel erhebt, ein Erlebnis, welches den Zuschauer ganz sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. In der Hand hält der Heilige Antonius ein Buch, aus welchem die Piraten um Klaus Störtebeker einen weiteren Hinweis auf den Schatz der Templer finden, den sie im kommenden Jahr in Schottland suchen werden. Viele Zuschauer fragen sich, wer eigentlich der Heilige Antonius ist, der ihnen auf der Bühne in Ralswiek erscheint?

Auf denSeiten von www.heiligerantonius.org oder auch www.wikipedia.org kann man Antworten finden. Demnach ist der Heilige Antonius der bekannteste und beliebteste Heilige der Welt. Millionen von Pilgern und Gläubigen aus der ganzen Welt besuchen jedes Jahr seine Basilika in Padua. Dem Heiligen Antonius werden verschiedene Symbole zugeordnet, die seine Persönlichkeit, Gaben und Qualitäten zum Ausdruck bringen. So zum Beispiel die Lilie als Zeichen der Reinheit und der Transparenz des Lebens; das Jesus-Kind als Zeichen der zärtlichen und aufmerksamen Liebe; das Buch als Zeichen des Wort Gottes. Weitere Symbole sind die Kutte, die Flamme (Heiligenschein), das Herz und das Brot. Das verbreitetste Bild des Antonius stellt ihn als religiösen Jüngling dar, der das Jesus-Kind auf dem Arm trägt und eine Lilie in der Hand hält.

Antonius von Padua entstammte einer portugiesischen Adelsfamilie und wurde am 15. August 1195 als Fernando Martim de Bulhões e Taveira Azevedo in Lissabon geboren. Sein Namenspatron ist der spätantike Wüstenvater „Antonius der Große“. Mit 16 Jahren wurde er Augustiner-Chorherr. Er studierte in Lissabon und Coimbra und empfing die Priesterweihe. 1220 trat er in den Franziskanerorden über und ging als Missionar nach Marokko. Wegen einer Krankheit musste er Marokko wieder verlassen. Durch einen Sturm auf seiner Rückreise gelangte er nach Sizilien, lebte dann dort einige Zeit als Einsiedler bei Assisi, wo er auch 1221 am Generalkapitel der Franziskaner teilnahm. Hier traf er seinen Glaubensbruder Franz von Assisi. Er starb am 13. Juni 1231 bei Padua.

Lassen Sie sich das Schauspiel nicht entgehen und gönnen Sie sich das Erlebnis des diesjährigen Stückes der Störtebeker Festspiele in Ralswiek. Sie werden es nicht bereuen und haben ab heute noch genau 15 Tage Zeit, allabendlich, außer am Sonntag, eine Zeitreise in die Vergangenheit zu erleben und einen Abend, der seinesgleichen sucht!

Quelle: Rüganer Anzeiger

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