Störtebekers Gold „Der Fluch des Mauren“

By 13. Juli 2010Presse

Ein starkes Team der Spielleitung sorgt allabendlich für den perfekten Ablauf

Die Spielleitung mit Verena Grunwald, Regisseur Holger Mahlich, Sybille Pape und Elisabeth Körömi (v.l.n.r.) gemeinsam mit der elfmonatigen Mischlingshündin „Joy“ am mystischen Brunnen von Granada. „Joy“ bedeutet Freude, sagt Sybille Pape, und Freude ist es für die drei Damen der Spielleitung auch, hier in Ralswiek dabei sein zu können. Foto: Pfaffe

Ralswiek (apf). Wenn Regisseur Holger Mahlich zur Premiere ruft, dann treten Sybille Pape, Verena Grünwald und Elisabeth Körömi auf den Plan. Das sympathische Dreierteam ist der „verlängerte Arm“ des Regisseurs – hinter der Bühne und auf dem Leitstand für den Einsatz der Koggen. Alle drei stehen, auch mit der Pyrotechnik, im Kontakt, denn der Spielfluss ist kein Automatismus. „Alles muss punktgenau passen. Zwar wurde in sechs Wochen alles immer wieder geprobt, doch die konkrete Situation an jedem Abend ist eben immer etwas anders“, so Elisabeth Körömi. Sie koordiniert die Schiffsbewegungen vom Leitstand aus. Wenn die Störtebeker Festspiele vorbei sind, kommt sie bis zur nächsten Saison ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Inspizientin, Regieassistentin oder Souffleuse an verschiedenen Theatern wie dem Hans Otto Theater Potsdam oder dem Schlosspark-Theater Berlin nach.

Verena Grünwald ist im Leben außerhalb der Festspiele in ralswiek selbständige Unternehmensberaterin für Projektmanagements in Wien. Doch seit nunmehr zehn Jahren zieht es sie von Mai bis September auf die Insel Rügen. Sie hat sich in die Insel und die Störtebeker Festspiele verliebt und empfindet ihre Zeit hier als Pendant zur Wiener Tätigkeit. „Die Kleindarsteller sind hier sehr selbständig und organisieren viele Bereiche schon selbst“, sagt sie, denn sie müssen während der Proben lernen, auf der Bühne allabendlich „alleine zu laufen“. Wenn das Stück läuft, dann ist es die Aufgabe der Spielleitung hinter der Bühne darauf zu achten, dass die Einsätze passen. Wann muss wer raus auf die Bühne, ist das richtige Kostüm angezogen und die richtigen Requisiten in der Hand … Verena Grünwald koordiniert die Einsätze von der Genua-Seite aus. „Die Darsteller sehen von hinten ja nicht viel. Deshalb ist es wichtig, dass wir sie leiten.“ Irgendwie sind die Damen der Spielleitung dabei auch „Verkehrsregler“, die darauf achten, dass sich beim Einsatz auf der Bühne niemand in die Quere kommt. Die Schauspielerin Sibylle Pape gehört schon seit 18 Jahren zum Team der Störtebeker Festspiele und spielt in diesem Jahr die Rollen der „Mutter“ und „Frau Casini“. Doch bei den Störtebeker Festspielen agiert sie nicht nur als Schauspielerin. Seit Jahren schon kümmert sie sich auch um die Spielleitung auf der Hinterbühne, in diesem Jahr auf der Seite von Granada, und organisiert die über 100 Kleindarsteller, die mit viel Freude jedes Jahr wieder dabei sind, und die für das ganze Theaterstück natürlich ganz wichtig sind. Eine nicht immer leichte Aufgabe für alle Beteiligten. Man hofft auf gutes Wetter und nimmt es dann wie es kommt … Das schweißt zusammen! Aber Sibylle Pape kennt es nicht anders. Ob bei Störtebeker oder anderswo am Theater – es ist alles Teamarbeit, da muss sich jeder auf den Anderen verlassen können. Sie sagt: „Wir üben das schon seit Jahren und ich denke, es gelingt uns auch!“ Dank Sibylle sogar ziemlich gut – so der Intendant. Das Dreierteam ist so in der Tat der „verlängerte Arm“ des Regisseurs und ein Garant dafür, dass allabendlich die Zuschauer des Theaterstückes auf der Naturbühne in Ralswiek ein klasse Erlebnis feiern können.

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